Für was ist es einzusetzen?

Das Wissen über IMS Datenbanksysteme geht in den Unternehmen alterbedingt immer mehr verloren. Hierachische IMS Datenbanken sind in der Wartung aufwendig und – im Vergleich zu relationalen Datenbanksystemen – im Zugriff auf die Daten sehr unflexibel. Bedingt durch hohe Wartungs- und Lizenzgebühren, stellen IMS Datenbanksysteme einen erheblichen Kostenfaktor dar. Daher denken viele Kunden über die Ablösung von IMS durch DB2 oder Oracle nach, sei es auf dem Mainframe oder dezentral im Rahmen eines Rehosting-Projektes.

Durch Einbau einer Zugriffsschicht wird die Logik der Anwendungsprogramme nicht verändert. Der Zugriff auf DB2 oder Oracle erfolgt via SQL mit Hilfe eines Datenhandlers transparent für die alten Anwendungsprogramme. Die Änderung im Anwendungsprogramm beschränkt sich auf den Austausch des bestehende Call-Interfaces. Dies minimiert den Zeit- und Kostenaufwand im Projekt.

Die vorhanden IMS-Datenbanksegmente werden toolgestützt in ein DB2-Datenmodell überführt, welches weiterhin die hierachische Beziehung der Segmente untereinander sicherstellt. Aus den vorhanden PSB-, DBD- und Copystrecken-Informationen werden automatisch die entsprechenden Datenbankdefinitionen für das jeweilige Ziel-Datenbanksystem generiert. Diese können dann nach individuellen Bedürfnissen modifiziert werden.

Um Daten von IMS nach DB2 oder Oracle zu übernehmen, müssen diese unter Wahrung des hierachischen Modells aus IMS gelesen und nach DB2 oder Oracle übertragen werden. Dies geschieht mit Hilfe von speziellen Unload- / Load-Programmen, die auf Basis der gewonnenen Datendefinitionen generiert werden und die Daten automatisch auf das Zielsystem übertragen.

Was habe ich als Kunde davon?

Mit Hilfe einer Zugriffsschicht müssen die Anwendungsprogramme so gut wie nicht modifiziert werden, die Anpassung reduziert sich auf eine rein technische Änderung des Call-Interfaces. Dies reduziert sowohl den Aufwand für die Änderungen, als auch für die technischen und fachlichen Tests erheblich. Darüber hinaus sinkt das Projektrisikio signifikant, da die Anzahl der potentiellen Fehlerquellen minimiert wird.

IMS wird von der IBM als MLC (Monthly Licence Charge) lizenziert und ist ein erheblicher Kostenfaktor. Diese Lizenzkosten und ggf. weitere IMS-spezifische Wartungskosten können durch diese Migration eingespart werden.

Die Anwendungsprogramme behalten ihre fachliche Logik bei. Die Programme werden daher nicht komplexer und können wie bisher von denselben Mitarbeitern gepflegt und weiterentwickelt werden.